, Wacher Kathrin

🌲 Bäume essen – Maiwipferl und mehr

Ein abwechslungsreicher Workshop mit Wildkräutern, Waldzutaten, kulinarischen Köstlichkeiten und spannenden Einblicken in die Welt der Bäume.

Bei anfangs noch leicht bewölktem Wetter startete am 30.05. um 15:30 Uhr unser Workshop „Bäume essen – Maiwipferl und mehr“.

Nach einer kurzen Begrüßung ging es zunächst in den Wald, um die Zutaten für unseren Workshop zu sammeln.
Wir fanden Fichte, Tanne, Lärche, Kiefer, Buche, Haselnuss und Linde. Am Waldrand konnten wir einige Holunderblüten ernten. Auf unseren Wiesen entdeckten wir Gänseblümchen, Klee, Kamille, Giersch, Brennnessel und vieles mehr. Im Lehrgarten gab es Himbeerblätter, Zitronenmelisse und Schnittlauch. Natürlich haben wir auch die leckeren lila Blüten des Schnittlauchs geerntet.

Wir hatten tatsächlich ziemliches Glück, denn genau als wir wieder am Troidkasten ankamen, zog ein heftiges Gewitter auf. Die Bäume bogen sich bald waagerecht im Wind, und es gab sogar Hagelkörner, die fast einen Zentimeter groß waren.
Im Wald gegenüber konnten wir beobachten, wie drei Bäume unter der Wucht des Sturms abbrachen und eine riesige Fichte zu Boden ging. So wurden uns die Zutaten für die Produkte, die wir später gemeinsam herstellen wollten, sozusagen direkt vor die Füße gelegt.

Während des Gewitters bereiteten wir den Lindenblattsalat mit Wildkräutern und Blüten zu und rundeten damit das Buffet ab. Anschließend stellte ich die bereits vorbereiteten Gerichte vor: Brennnessel-Pesto, Fichtenbutter, Fichten-Zitronenkraut, Buchen-Schnittlauch-Frischkäse, Linden-Giersch-Frittata, Maiwipferl-Gelee, Wipferl-Pralinen sowie „Erdbeere liebt Lärche“. Dazu gab es leckeres selbstgebackenes Brot.
Für die Erfrischung zwischendurch bereiteten wir eine Douglasien-Limo aus Douglasien-Likör, Sodawasser und Zitronensaft sowie ein aromatisiertes Wasser mit Zitronenmelisse zu.

Bei einem regen Austausch wurde das Buffet gemeinsam genossen. Ich erklärte dabei, worauf man beim Sammeln im Wald unbedingt achten sollte, wie man die verschiedenen Nadelbäume erkennt und sie von der giftigen Eibe unterscheidet.
Auch ich habe einiges gelernt, zum Beispiel, wie die klebrige Substanz auf Lindenblättern tatsächlich entsteht, warum es heißt, man zittert wie Espenlaub, und ich habe wieder einmal festgestellt, dass bei einem solchen Austausch alle voneinander lernen können.

Gemeinsam stellten wir anschließend Waldgold (Maiwipferlsirup) und ein Wald-Blüten-Salz aus frisch geernteten Fichtenspitzen und Schnittlauchblüten her. Der bereits vor etwa drei Wochen angesetzte Herzwein wurde abgesiebt und in kleine Gläser abgefüllt, sodass die Teilnehmenden am Ende eine schöne Erinnerung inklusive einer ausführlichen Rezeptsammlung mit nach Hause nehmen konnten.

Zum Abschluss stießen wir mit einem selbstgemachten, süßen Douglasienlikör und einem feurigen Weißdorn-Chili-Likör an.

Wir danken allen Teilnehmenden für diesen gelungenen, abwechslungsreichen und spannenden Nachmittag und hoffen, ihr konntet viele Inspirationen mit nach Hause nehmen.